Schiebewagen für Kinder: Vergleich, Analyse und Kauftipps

Abbildung: Schiebewagen
Kinder lieben es einfach, Wagen zu schieben. Ob kleine Modelle, oder wie hier ein etwas größeres Exemplar im Einsatz an der frischen Luft

Schiebewagen sind für Kinder nicht nur eine spaßige, sondern ebenfalls eine praktische Sache. Auf den Streifzügen mit ihrem „Gefährten“ können die Buben und Mädchen ihr emotional wichtiges Spielzeug oder den Lieblingsbären immer mitnehmen. Er wird im Wagen platziert und die Kleinen fühlen sich besser.

Später dient der wichtige Stauraum als Hort für Fundstücke, die bei den aufregenden Ausflügen ins Blickfeld geraten.

Man merkt schnell: Schiebewagen kommen dem neugierigen kindlichen Naturell entgegen, sind optisch ansprechend gestaltet und fördern zudem die Aktivität.

Bewegung und Aktivität kindgerecht fördern

Klar, wer etwas mit den Spielgeräten erleben will, der oder die muss aktiv werden. Besser als bereits in ganz jungen Jahren vor dem TV zu sitzen.

Kinder bewegen sich gerne, am liebsten ohne äußere Aufforderung im gängigen Tagesablauf. Die Wagen zum Schieben konkurrieren in diesem Zuge natürlich mit allerlei Kinderprodukten wie Dreirädern, Laufrädern oder mit dem Bollerwagen.

Zudem sind sie nicht immer leicht von klassischen Lauflernwagen aus Holz abzugrenzen, weil in der Praxis die Begriffe mitunter synonym verwendet oder die Unterschiede nicht genügend betont werden.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Schiebewagen & Lauflernwagen

Tatsächlich überwiegen auf den ersten Blick die Gemeinsamkeiten, denn sowohl Schiebe- als auch Lauflernwagen sind nicht anderes als Wagen mit stabilem Haltegriff, welche es den (kleinen) Kindern erlauben, mit dem Gerät durch die Gegend zu ziehen.

Der Blick auf die Hersteller verrät zudem, dass einige Firmen beide Produktreihen fabrizieren und anbieten.

Mitunter sind die Unterschiede innerhalb einer Produktgattung sogar größer als zwischen ihnen. Nicht selten werden Produkte daher sowohl als Schiebe- als auch als Lauflernwagen gekennzeichnet.

Dennoch lassen sich einige relevante Unterschiede skizzieren:

  • Lauflernwagen wenden sich an Kinder, die gerade das Laufen lernen und greifen ihnen dabei mehr unter die Arme. Sie besitzen meist einen extra durchdachten Schwerpunkt, damit das Modell beim Hochziehen nicht kippt und sich gezielt steuern lässt. Die Höhe des Haltegriffes lässt sich dabei an die Körpergröße anpassen, um einen idealen Griffwinkel zu garantieren
  • Bremsen und Höhenverstellbarkeit betonen insgesamt die Adaptionsfähigkeit von hochwertigen Lauflernhilfen, diese Merkmale sind in den Schiebemodellen meist nicht integriert
  • Schiebewagen setzen mehr auf das Spielerlebnis, bieten guten Stauraum und meist eine liebevolle Optik mit etablierten Kinderthemen. Sie fallen oft recht klein aus, damit sich die jungen Kinder beim Spielen nicht recken und strecken müssen – einige Modelle lassen sich bereits im Sitzen problemlos schieben. Eine gewisse Grundmotorik fordern sie natürlich dennoch ein

Dabei sind, wie oben erwähnt, die Überschneidungen oft überraschend; nicht wenige Produkte weisen einen Hybridcharakter auf, sie gelten als Schiebe- und Lauflernwagen.

Schiebewagen: Vergleich & Angebote

Der Hersteller I´m Toy bietet mehrere Fabrikationen mit kindgerechten Themen an, von denen Drei an dieser Stelle vorgestellt werden:

Schiebewagen mit Bauklötzen

Ab ca. 12 Monaten ist der Wagen mit Bauklötzen geeignet, er bringt 13 extra Teile mit sich und weckt den Mechaniker im Kleinkind.

Mit diesen Einzelteilen kann auch unabhängig vom Spielwagen hantiert werden.

Selbiger besteht aus hochwertigem und massiven Gummibaumholz, welches aus nachhaltiger Forstwirtschaft gewonnen wird.

Von den Kunden liegen viele positive Bewertungen des Modells vor.

Es besitzt als Besonderheit ein Lenkrad, das allerdings eine optische Attraktion darstellt und nicht zur Richtungsänderung genutzt werden kann.

Maße: 60 x 46 x 28 cm

Schiebewagen Zug

4.3 von 5 Sternen (10)
ab 82,57 €

Ebenfalls beliebt ist das niedliche, kleiner ausfallende und farblich sehr gelungene Modell Zug, das nach dem ersten Lebensjahr Verwendung findet.

Stabilität erlangt der Wagen durch das hochwertige Gummibaumholz, der Aspekt der Nachhaltigkeit kommt erneut zum Tragen.

Praktisch: Der Wagen kann, je nach Größe des Kindes, sowohl von vorne als auch von hinten geschoben werden.

Der Sitzplatz ist abnehmbar, die Kleinen gelangen schnell an die entnehmbaren Klötzchen, sie gewinnen dadurch gleichzeitig Stauraum für eigene Sachen.

Vorteil: ein kleines Modell, mit dem auch im Sitzen hantiert werden kann.

Maße: 39 x 24,5 x 25,5 cm

Schaf Schiebewagen

4.3 von 5 Sternen (112)
ab 81,40 €

Das lustige Schafthema ist ebenfalls ein Hit bei sehr jungen Kindern, es zog bereits viele und gut ausfallende Bewertungen auf sich.

Der ab 12. Monaten empfohlene Wagen besteht aus Massivholz, das in aus regenerativer Forstwirtschaft gewonnen wird und fällt dennoch leicht aus.

Aus optischer Sicht gefällt besonders das freundliche Äußere, ein robuster Griffbügel hilft im Spielalltag bei den Ausflügen auf zwei Beinen.

Ihre Pausen verbringen die kleinen Racker am besten auf der Sitzfläche, sie ist – ebenso wie die Ablage – abnehmbar.

Das enthaltene Formensortierspiel mit sechs Bauklötzern schult zudem das Denkvermögen und die sich sukzessiv entwickelnde Fingerfertigkeit.

Maße: Sitzhöhe 20 cm, Griffhöhe 44 cm

Tipps: worauf ist zu achten?

Folgende Aspekte helfen bei der richtigen Auswahl eines guten und empfehlenswerten Schiebewagens:

  1. Kindgerechtes Design: Tolle Motive (beispielsweise eine Lock) helfen dabei, dass die Kinder schnell einen positiven Bezug zu dem Spielzeug aufbauen und es gerne nutzen
  2. Klare Form: Zu überladen sollte die Optik nicht daherkommen, weil sonst die Wahrnehmungsfähigkeit der Kleinen überfordert wird. Die Frage, ob das Design stimmig und leicht verständlich wirkt, sollten die Eltern spontan mit Ja beantworten können
  3. Stabilität und Verarbeitung: Wo gespielt wird, da stößt sich der Nachwuchs auch mal oder agiert impulsiv – so sind Kinder einfach. Je besser das Material, desto mehr kann das Spielgerät solche Situationen ab. Splitterneigung oder früh abblätternde Farben stellen ein Ausschlusskriterium dar
  4. Gewicht: Beim Gewicht gilt es immer abzuwägen, dass ein Schiebewagen leicht genug sein sollte, um ihn einfach nutzen zu können, aber auch schwer genug, damit er nicht ungewollt in der Gegend herumgeschleudert wird
  5. Abgerundetes Design: Der Verzicht auf Kanten macht immer Sinn, weil abgerundete Formen bei ungewolltem Kontakt (Stolpern) während der Streifzüge nicht so weh tun. Das ist ein gängiges und nötiges Sicherheitsfeature
  6. Feedback anderer Eltern: Im Internetzeitalter stellen Bewertungen ein hilfreiches Instrument dar. Je mehr, desto repräsentativer und besser. Ignoriert man die 5 % der besten und schlechtesten Bewertungen, dann bildet sich im Normalfall ein realistisches Bild des Produktes heraus

Überblick: Aktuelle Schiebewagen Angebote*

Wann ist ein Wagen zum Schieben am besten geeignet?

Viele Händler sprechen für Schiebewagen eine (vergleichsweise frühe) Empfehlung ab 12 Monaten aus, was darin begründet liegt, dass die Wagen recht klein ausfallen und die Kippproblematik, bekannt von größeren Lauflernwagen, somit umgehen.

Dennoch sollte man als Elternteil oder als Erziehungsberechtigter regelmäßig schauen, wie die sich rasch entwickelnden Kinder mit dem Spielzeug umgehen.

Dabei gilt: Je besser die motorische Kontrolle, desto mehr nutzen die Kinder den Schiebewagen souverän als Transportmittel und bauen ihn in ihre Spielwelten ein. Achten Sie also vor dem Kauf darauf, wie weit ihr Nachwuchs in seiner individuellen motorischen Entwicklung ist, um ihn nicht zu überfordern.

Aus dieser Information lässt sich der ideale Zeitpunkt ableiten. Dann muss das Design dem Nachwuchs zusagen und der Stauraum möglichst großzügig ausfallen – los geht´s!

Fazit

Schiebewagen für Kinder betonen den spielerischen Aspekt eines Wagens, mit welchem kleine Kinder durch die Gegend ziehen. Dies zeigt sich immer wieder im teilweise sehr liebevollen Design und in dem meist großzügigen Stauraum, der zum Transport der Lieblingssachen und möglicher Fundstücke dient. Der Haltegriff stabilisiert wie ein traditioneller Lauflernwagen den neu erlernten Gang, Bremsen werden im Schiebewagen hingegen seltener verbaut. Je fortgeschrittener ein Kleinkind in seiner sensumotorischen Entwicklung ist, desto leichter fällt diesem die Kontrolle derartiger Spielmodelle.